Archiv für die Kategorie „Romantische Gedichte“

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
Die Erde still geküsst,
Daß sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.

Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis die Wälder,
So sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.

J. Freiherr von Eichendorff

Gegenwart

Dunkle Bäume, hoch und still.
Luft, die nichts bewegen will.

Wasser, gläsern, unberührt,
das das Licht in Bahnen führt.

Niemand, der die Stille stört,
nichts, was nicht hierher gehört.

Zukunft und Vergangenheit
werden hier zu einer Zeit
ganz besondrer Art.
Gegenwart.

Renate Eggert-Schwarten

Seliger Tod

Gestorben war ich
Vor Liebeswonne:
Begraben lag ich
In ihren Armen;
Erwecket ward ich
Von ihren Küssen;
Den Himmel sah ich
In ihren Augen.

Ludwig Uhland

Deine Liebe

färbt meinen grauen Alltag bunt,
belebt mich wie ein Glas Champagner und
beruhigt mich im nächsten Augenblick,
ist wie ein warmer Pelz aus einem Stück,
stillt meine Sehnsucht
und ruft neue gleich hervor,

erlöst mich,
bindet mich
befreit mich
verwandelt uns.

Renate Eggert-Schwarten

Einen Menschen wissen…

Einen Menschen wissen,
der dich ganz versteht,
der in Bitternissen
immer zu dir steht,
der auch deine Schwächen liebt
weil du bist sein;
dann mag alles brechen
du bist nie allein.

M. v. Ebner-Eschenbach

Wandlung

Ach, wie sehn ich mich nach dir,
Kleiner Engel! Nur im Traum,
Nur im Traum erscheine mir!
Ob ich da gleich viel erleide,
Bang um dich mit Geistern streite
Und erwachend atme kaum.
Ach, wie sehn ich mich nach dir,
Ach, wie teuer bist du mir,
Selbst in einem schweren Traum.

Betty Paoli

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre

Wenn es nur einmal so ganz stille wäre.
Wenn das Zufällige und Ungefähre
verstummte und das nachbarliche Lachen,
wenn das Geräusch, das meine Sinne machen,
mich nicht so sehr verhinderte am Wachen -:

Dann könnte ich in einem tausendfachen
Gedanken bis an deinen Rand dich denken
und dich besitzen (nur ein Lächeln lang),
um dich an alles Leben zu verschenken
wie einen Dank.

R.M. Rilke

 

Ein kleines Lied

Ein kleines Lied!  Wie geht’s nur an,

Dass man so lieb es haben kann,
Was liegt darin?  Erzähle!

Es liegt darin ein wenig Klang,
Ein wenig Wohllaut und Gesang
Und  eine ganze Seele.

Grabschrift
Im Schatten dieser Weide ruht
Ein armer Mensch,  nicht schlimm noch gut.
Er hat gefühlt mehr als gedacht,
Hat mehr geweint als er gelacht;
Er hat geliebt und viel gelitten,
Hat schwer gekämpft und  -  nichts erstritten.
Nun liegt er endlich sanft gestreckt,
Wünscht nicht zu werden auferweckt.
Wollt Gott an ihm das Wunder tun,
Er bäte:  Herr,  o lass mich ruhn!

Gänsezug
Die erste Gans im Gänsezug,
Sie schnattert: “Seht, ich führe!”
Die letzte Gans im Gänsezug,
Sie schnattert: “Seht, ich leite!”

Und jede Gans im Gänsezug,
Sie denkt: ” – Dass ich mich breite
So selbstbewusst, das kommt daher,
Weil ich,  ein unumschränkter Herr,
Den Weg mir wähl nach eignem Sinn,
All meiner Schritte Schreiter bin
Und meine Freiheit spüre!”

ich liebe….
Ich Liebe dich kann nicht dafür dass,
sich mein herz so sehnt nah dir.
Hörst du es schlagen?
Es schlägt füt dich!
Hörst du es sagen ich Liebe dich??

romantische sprüche - facebook

Romantik
Wenn wir gehen
bleiben wir stehen
kommt die Sonne
mit ner Wonne

Es ist schön
dich zu sehen
Es ist schön
so zu gehn

romantische sprüche für facebook

Dieses Licht
so schön
komm wir gehn
weiter hin

Ich seh dich
du siehst mich
kommst zu mir
ich zu dir

romantische sprüche

doch ein treffen
gibt es nicht
dieser traum
war so schön

ich wünscht ich wär
schon bei dir
komm zu mir
ich will dich sehn

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Das Abendrot zerlodert im Moore,
Die Dämmerung spinnt die Seide ein,
Aus dunkelblauem Abendhimmel
Hör ich die wandernden Kraniche schrei’n.

Sie schrei’n so wild, so heiss, so hungrig
Nach ihrer Heimat weit von hier,
So schreit meine Seele hungrig und bange,
Bist du nicht bei mir, immer nach dir.

- Hermann Löns 1866-1914, deutscher Schriftsteller

Mondscheintrunkene Lindenblüten,
Sie ergiessen ihre Düfte,
Und von Nachtigallenliedern
Sind erfüllet Laub und Lüfte:

Lieblich lässt es sich, Geliebter,
Unter dieser Linde sitzen,
Wenn die goldnen Mondeslichter
Durch des Baumes Blätter blitzen.

Sieh dies Lindenblatt! du wirst es
Wie ein Herz gestaltet finden;
Darum sitzen die Verliebten
Auch am liebsten unter Linden.

Doch du lächelst; wie verloren
In entfernten Sehnsuchtträumen -
Sprich, Geliebter, welche Wünsche
Dir im lieben Herzen keimen?

Ach, ich will es dir, Geliebte,
Gern bekennen, ach, ich möchte,
Dass ein kalter Nordwind plötzlich
Weisses Schneegestöber brächte;

Und dass wir, mit Pelz bedecket
Und im buntgeschmückten Schlitten,
Schellenklingelnd, peitschenknallend,
Über Fluss und Fluren glitten.

- Heinrich Heine 1797-1856, deutscher Dichter, Schriftsteller, Journalist -